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07.01.2012

Neue Zapfengeister
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28.01.2012

Ringtreffen in Obermarchtal
osemali

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Schwarwälder Narrenv.

Gemeinde Tannheim

   

Osemaliseite

Das Osemali erblickt das Licht der Welt

1969-Geburtsstunde der Traditionsfigur

An der Fasnet 1969 wurde das „Osemali" als närrische Traditionsfigur zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.
Diese Symbolfigur der Tannheimer Fasnet wurde aus einer einheimischen Sage abgeleitet, die an den langen Winterabenden immer wieder erzählt wurde. Das Osemali verkörpert den Geist eines bösen Ritters, der in den Wald des Ochsenberges verbannt wurde und von dort aus sein Unwesen trieb. Dieser Tannheimer Hausberg heißt im Volksmund "Oseberg" und der Mundartausdruck „Mali" bedeutet Mann.



Das Osemalihäs, genäht aus braunen, schuppenförmigen Filzstücken, ähnelt einem Tannenzapfen. Das Osemali hat eine grüne, filzartige Kopfbedeckung, die bis zu den Schultern herabreicht und an deren Ende gleichmäßig verteilt, zwölf kleine Schellen angenäht sind. Sie symbolisieren die zwölf Monate des Jahres. Die handgeschnitzte Holzmaske wird von Kiefernreisig, und vier Tannenzapfen umrahmt. So ist unschwer zu erkennen, dass es sich beim Osemali um einen Waldgeist handelt.

„Osemali, hai kum, wenn kaschd!"

Die Sage vom „Osemali“ 
Vor langer, langer Zeit soll ein böser Ritter von Tannheim gelebt haben, der alle Ungerechtigkeiten verübte, die man sich nur denken kann Deshalb musste er zur Strafe als Geist auf dem Ochsenberg hausen. Aber auch als Geist trieb er sein Unwesen. Da warf er Leute zu Boden, führte sie in die Irre oder erschreckte und foppte sie.
Er trat in verschiedenen Gestalten auf: als Tannenzapfenmann, Reiter ohne Kopf auf feurigem Rappen, als Moorgeist mit schaurigem Gefolge, oder auch als harmlos aussehendes Beerenmännle. Doch jedes Mal beim Erscheinen des Geistes vom „Osemali" soll man in der Luft ein teuflisches Wiehern oder ein wölfisches Heulen vernommen haben.
In den Neumondnächten soll der Geist sogar im Ort umher gespuckt haben. Einmal rief ein Knecht des Vogtsbauern vor dem Haus: „Osemali, hai kum, wenn kaschd!". Kaum hatte er geendet, als schon ein schwarzer Reiter über den „Vähbach" daher sprengte. Der Knecht brachte gerade noch die Türe zu, da klopfte es schon daran und er hörte es rufen: „Hätt i di, so wett i di - i ha di nit, i ka di nit!".
Auch andere sollen nach dem „Osemali" gerufen haben und kamen kreidebleich zurück. Der dunkle Forst des Ochsenberges wurde nach Einbrechen der Dämmerung möglichst gemieden. Dem Wanderer grauste es, wenn er über dem Ochsenberg gehen musste und unvernünftige Eltern drohten den Kindern mit dem „Osemali".

 S`Osemali Lied
Ein Ritter gab's vor langer Zeit,
Der bös war zu de Leut.
Des hätt sich grächt er fand kei Ruh,
Als Goascht lebt er no heut.

Refrain: Osemali Osemali kumm wenn kasch,

Angst des hab i nit.
Osemali Osemali kumm wenn kasch,
Ich glaub jo nit an dich
Osemali Osemali kumm wenn kasch,
zittre duä ich nit. Un hett i di,
so wett i di, ich ha di nit ich ka di nit.

Dort obe ufern Oseberg,

do goht sin Goascht jetzt um.
Und foppet d`Lit und d`Kinder gern,
und zNacht im Ort herum.

Refrain: Osemali Osemali...

Da Vogtsburknecht hätts au nit glaubt,

und hätt im Osemali gschrie.
No hätt er grad no Tür zubrocht,
Do war da Goascht scho hier.

Refrain: Osemali Osemali ...

An Fasnet liebe Liet gend Acht,

schaut euch nur um im Saal.
Und glaubet nit es war einmal,
Da Goascht isch überall...

Refrain: Osemali, Osemali...

Neuer Text Osemalimarsch

D'Fasnetzit goht wieder los,
jo do freit sich klein und groß,
danzä un luschtig si,
älli Lit sin däbi,

Ersch wird no schnel`sl Riesig pflückt,
dann wird glie no d'Schemme schmückt,
alles isch grichtet,
für d'fünfte Jahreszit.

Un bim erschte Umzug dann,
lauft da Elforrot voran,

au s`neie Narrepaar,
führt mit da Umzug a. 

Danach schaut sich Jedermann,
isre Gardemädels an,
wie sie maschierä,
in ihrem schenä Häs.

Un wer als nächschtes kunnt,
sell hört mo jo glie,
es kläpperet un klingt,
wer kinnt des au si?

En Dannezapfama,
mit Riesig au no dra
des muä und wird au ganz bestimmt
des Qsemali si.

Sie laufet durch di Stroß,
sin lustig, hon Spaß,
wa do nit fähle darf,
isch da Narremarsch.
Drum freiet sich die Lät,
weil d'Musik au goht mit,
der ganze Zug der sorgt dann
für ä schene Fasnetzit

Fasnetzit isch do,
die Osemali sint däbi.
Wie jedes Johr,
wird gfeschtet bis zum Schluss.

Schlupfät schnell is Häs,
susch vorbasseter da Umzug no.
Denn mir gohn uf d'Gass,
un hon hit richtig Spaß.

Schunkle, danzä, luschtig si,
des mu
ä au mo si,
do sin mir däbi.
Au mol richtig närrisch si,
do sin mir däbi bis zum Schluss!!!

Schunkle, danzä, luschtig si,
des muä au mo si,
do sin mir däbi.
Au mol richtig närrisch si,
do sin mir däbi bis zum Schluss!!!  


Text von Monja Steiner und Katrin Ebner
 

Narrenruf der Osemalizunft
Ose - Mali